Hallig Nordstrandischmoor - Kultur & Geschichte
Über den „Geburtstag“ der Hallig Nordstrandischmoor, nördlich von Nordstrand gelegen, gibt es keinen Zweifel: es war der 12. Oktober 1634. An diesem Tag riss eine große Flut die Insel Strand in mehrere Teile auseinander. Menschen suchten Zuflucht im hochgelegenen „wüsten Moor“. Später siedelten sich einige Überlebende auf „Lüttmoor“ an, so wird die Hallig von Einheimischen liebevoll genannt. Ein Glockenturm soll die Erinnerung an die große Flut von 1634 wach halten.
Auch in den Jahrhunderten danach zeigte die See der Hallig immer wieder, wer der Stärkere war. Der größte Teil ihrer Fläche – ursprünglich 500 Hektar - ging verloren. Viermal wurde die Halligkirche von Sturmfluten zerstört. 40 bis 50 mal im Jahr meldet die Hallig bis heute Landunter. Die Stiftung Nordfriesische Halligen hat sich seit 1990 die Förderung der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft zur Aufgabe gemacht. Projekte wie die Restaurierung des Friedhofs Nordstrandischmoors mit seinen kostbaren Carrara-Steinplatten konnten schon realisiert werden.
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© Martin Stock / LKN-SH