Tönning - Kultur & Geschichte
Einst war Tönning wichtigster Ausfuhrhafen für Käse. Daran waren die niederländischen Einwanderer nicht ganz unbeteiligt. Im Rekordjahr 1610 gingen allein drei Millionen Pfund Käse durch den Tönninger Hafen und sorgten für eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch Kriege, Zerstörung und Überflutungen setzten dem Ort immer wieder zu, dessen Wurzeln bis ins Jahr 400 zurück reichen. Den unzähligen Belagerungen und Kriegen fiel unter anderem auch das Tönninger Schloss zum Opfer. Der Schlosspark blieb erhalten.
Bis zum 19. Jahrhundert war Tönning der wichtigste Hafenort. Diese exponierte Stellung verlor sich 1895 mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals, der heute nur noch als Nord-Ostsee-Kanal bekannt ist. Noch einmal machte ein neues Bauwerk den Tönningern einen Strich durch die Rechnung: Der historische Hafen verlor 1972 seine Bedeutung als mit dem Bau des Eidersperrwerks alle Fisch- und Krabbenkutter verlegt wurden.
Heute setzen die Tönninger auf Natur und Tourismus. Schöne Dinge sind auch erhalten geblieben. Wie der 400 Jahre alte Marktplatz mit dem markanten Brunnen. Sehenswert ist auch die Kirche St. Laurentius mit einem der höchsten Kirchtürme in Schleswig-Holstein. Das historische Packhaus ist Kultur- und Veranstaltungsstätte. Einige Galerien und Töpfereien in und um Tönning runden das kulturelle Angebot ab.
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