Hoher Praxisnutzen aus deutsch-dänischer Zusammenarbeit

Auf der ersten deutsch-dänischen Nationalparkkonferenz am 07. April 2014 in Tønder waren sich die rund 50 Teilnehmer in einem Punkt einig: die Zusammenarbeit der beiden Regionen entlang der gemeinsamen Nordsee – und Wattenmeerküste soll fortgeführt und intensiviert werden.

Eingeladen zu dem Austausch, zu dem insbesondere die kommunalen Vertreter der Regionen angesprochen wurden, hatten die Partner des INTERREG 4a Projekts „Natur und Tourismus an der deutsch-dänischen Nordseeküste – Schwerpunkt Nationalparks Wattenmeer“. Die Kommune Tønder, mit Bürgermeister Laurids Rudebeck, gab den Anstoß zu der gemeinsamen Konferenz, eine Idee die Landrat Dieter Harrsen sofort unterstützte.

Im Fokus der Veranstaltung standen naturgemäß die beiden Nationalparke, die sich ausführlich präsentierten. Dabei wurden sowohl Unterschiede deutlich, als auch Gemeinsamkeiten. Der schleswig-holsteinische Nationalpark feiert im nächsten Jahr sein 30-jähriges Bestehen, ist der größte Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien, beginnt 150 m von der Deichkrone und wartet mit langjähriger Erfahrung und Kompetenz auf.

Der dänische Nationalpark ist 4 Jahre jung und wurde erst im Oktober 2010 eingeweiht. Seine Fläche ist nur ein Drittel so groß wie die seines schleswig-holsteinischen Nachbarns und bezieht auch die Inseln sowie Teile der Festlandskommunen ein.


Der Schutz des Wattenmeers steht auf beiden Seiten der Grenze an oberster Stelle.
Die verschiedenen Nutzergruppen wie die Bevölkerung, Landwirtschaft, Tourismus und andere Wirtschaftsgruppen werden hierbei in einen gemeinsamen Dialog zur Gestaltung des Natur- und Lebensraumes einbezogen.

Das große gemeinsame Ziel: Die Familie des Weltnaturerbe Wattenmeer zu komplettieren. Im Juni wird die UNESCO nämlich in Katar entscheiden, ob auch das dänische Wattenmeer als Weltnaturerbe ausgezeichnet wird. Das bestehende Welterbegebiet erstreckt sich derzeit von Den Helder in den Niederlanden bis zur dänischen Grenze nach Sylt. 

Harald Marencic vom gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven berichtete daher auch über den Sachstand der Strategie für nachhaltigen Tourismus, die im Februar in Tønder auf der trilateralen Ministerkonferenz verabschiedet worden war.

Den Blick über den Tellerand erweiterte zudem Dr. Christiane Gätje von der Nationalverwaltung in Tönning, die Auszüge aus der Marktforschung vorstellte, die im Rahmen von Interreg-Projekten finanziert werden konnten. Unter anderem ist es erfreulich, welch hohe Akzeptanz beide Nationalparke in der lokalen Bevölkerung genießen, wieviel Einfluß der Status eines Nationalparks bereits bei der Reiseentscheidung für einen Urlaub an der Nordsee Schleswig-Holstein spielt und welche regionalökonomischen Effekte daraus resultieren.

Beispiele von Naturerlebnisangeboten und Vorteile einer Nationalpark-Partnerschaft ergänzten das Programm. Die abschließende Podiumsdiskussion zeigte: Es gibt bereits einen hohen Praxisnutzen aus der Zusammenarbeit. Die Devise heißt jedoch am Ball bleiben, den Dialog intensivieren und sich den Herausforderungen gemeinsam stellen.

Die Vorträge des Tages sind jetzt online auf: http://www.nationalpark-wattenmeer.de/sh/service/publikationen/2446_politikerkonferenz-2014

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Das muss ich meinen Freunden zeigen …

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