Leuchttürme und Köge entlang der Küste

Husum, 14.08.13: Sie prägen das Bild der Nordseeküste, den Seefahrern bieten die Leuchtfeuer Orientierung, den Landgängern schönste Aussichten

Sie prägen das Bild der Nordseeküste, den Seefahrern bieten die Leuchtfeuer Orientierung, den Landgängern schönste Aussichten. 24 Leuchttürme weisen den Nordsee-Urlaubern den Weg entlang der Küste, auf den Inseln und Halligen. Eine weitere Besonderheit des Nordens sind die Köge, durch Deichbau und Entwässerung aus der See gewonnenes Marschland, in denen man wunderschönen Urlaub verbringen kann.

Leuchttürme faszinieren die Besucher, sie sind Symbole maritimer Sehnsucht und erinnern an eine Zeit, als die Leuchtturmwärter mit ihren Familien ihrer abgeschiedenen Arbeit nachgingen. Heute hat der Mausklick den Meerblick abgelöst – fast alle Leuchttürme sind mittlerweile vom Computer gesteuert.

Die Nummer 1 an der Nordseeküste ist der berühmte Leuchtturm Westerheversand, bekannt aus zahlreichen Werbespots und durch seine beiden Wärterhäuschen immer wieder leicht zu erkennen. Vom Parkplatz aus führt ein zirka eineinhalb Kilometer langer Weg durch die Salzwiesen im Nationalpark Wattenmeer zu dem über einhundert Jahre alten Bauwerk, das noch in voller Funktion ist. Bis 1979 war der Turm bemannt, danach wurde er automatisiert und die ehemaligen Wärterhäuschen von Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer bezogen. Tag für Tag sendet das Wahrzeichen Eiderstedts sein Licht in die Nacht hinaus – bei guter Sicht bis zu 39 Kilometer weit. Der rot-weiße Riese steht allen Besuchern während geführter Touren offen: Wer die 157 Stufen bis in die Turmspitze erklommen hat, wird mit einem unvergesslichen Ausblick über Eiderstedt, die Insel- und Halligwelt belohnt. (www.westerhever-nordsee.de)


Im Jahr 1856 im Auftrag des Königs Friedrich VII. von Dänemark errichtet, ist der Leuchtturm Kampen auf Sylt heute über 150 Jahre alt. Der schneeweiße Turm mit der schwarzen Banderole – einst ein Leuchtapparat mit Petroleumspeisung –  war damals eine technische Revolution, die sogar auf der Weltausstellung in Paris präsentiert wurde. Besichtigungen sind heute leider nicht mehr möglich, doch sehenswert ist sein Lichtspiel über Heide, Dünen und Meer von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang allemal. (www.kampen.de)


Der Leuchtturm von Pellworm hat als beliebte Hochzeitslocation Berühmtheit erlangt. Auf dem 25 Meter hohen denkmalgeschützen Turm geben sich Paare aus der ganzen Welt in luftiger Höhe das JA-Wort. Maritim, romantisch, historisch oder naturverbunden – Brautpaare können zwischen fast 20 Hochzeits-Arrangements auswählen. Das Leuchtfeuer ist auch heute noch trotz moderner Navigationshilfen wie GPS und Radar von großer Bedeutung. Der Turm steht Besuchern zur Besichtigung offen. (www.pellworm.de)


Der Leuchtturm auf Helgoland hat mit etwa 28 Seemeilen Sichtweite das stärkste Leuchtfeuer in der Deutschen Bucht. „Wächter der Deutschen Bucht“ wird das Leuchtfeuer von Deutschlands einziger Hochseeinsel deshalb auch genannt. Es ist noch in voller Funktion, kann jedoch nicht besichtigt werden. (www.helgoland.de)

Der höchste Leuchtturm der Nordseeküste Schleswig-Holsteins
Der Amrumer Leuchtturm ist mit seiner Bauwerkshöhe von 41,8 Meter der höchste Leuchtturm an der Schleswig-Holsteinischen Westküste und der erste an dieser Küste gebaute deutsche Leuchtturm. Vom Fuß der Düne bis zum Balkon führen 297 Stufen, 172 davon im Turm. In den Sommermonaten können Besucher ihn montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zur Besichtigung erklimmen. (www.amrum.de)

Eine Ölleuchte an einem Mast wies Fischern einst die sichere Einfahrt in den Büsumer Hafen. Im Jahr 1913 wurde die Leuchte durch einen 21,4 Meter hohen Leuchtturm ersetzt, der auch heute noch in der Einfahrt des kleinen Büsumer Hafens steht. Trotz Denkmalschutz ist der Turm noch in voller Funktion und kann deshalb nicht besichtigt werden. Tagsüber leuchtet Büsums Wahrzeichen zwischen Krabbenkuttern und Ausflugsschiffen (www.buesum.de).

Beim ElbeLeuchtturmTag am 1. September 2013  öffnen elf Leuchttürme von 10 bis 17 Uhr ihre Türen. In Brunsbüttel erwartet die Besucher zum Beispiel eine spannende Führung zu „Leit- und Richtfeuer an den Schleusen“. (www.elbe-leuchtturm-tag.de)

Eine weitere Besonderheit des Nordens sind die Köge: Sie prägen das Landschaftsbild der Küste Schleswig-Holsteins. Das flache Marschland der Köge wurde durch Deichbau und Entwässerung aus der See gewonnen. Bereits in den Ortsnamen wie Friedrichskoog, Kronprinzenkoog oder Sönke-Nissen-Koog ist dies erkennbar. Letzterer ist deutlich an den weißen Häusern mit grünen Dächern erkennbar. Der Namensgeber und finanzielle Unterstützer Sönke Nissen war in Deutsch-Südwestafrika tätig und zeigte so seine Verbundheit zum südlichen Afrika. Und auch bereits Theodor Storm beschrieb in seiner Novelle „Der Schimmelreiter“ die Entstehung der Köge.

Durch die Entstehung der Köge hat sich das Landschaftsbild in den letzten Jahrhunderten verändert. Aus den drei Inseln Utholm, Everschop und Eiderstedt entstand zum Beispiel die heutige Halbinsel Eiderstedt. Heute sind in den Kögen wunderschöne reetgedeckte Bauernhäuser und Ferienwohnungen zu finden. Auf Radtouren durch das flache Land lassen sich die Geschichten und Sagen rund um die Entstehung nachvollziehen. 


Mehr Informationen zu den Wahrzeichen der Nordseeküste erhalten Interessierte telefonisch unter 0 48 41 - 89 75 0 sowie im Internet unter www.nordseetourismus.de.

 

Pressekontakt:
Nordsee-Tourismus-Service GmbH
Tanja Weinekötter
Zingel 5, 25813 Husum
Tel.: 04841/8975-10
E-Mail: presse@nordseetourismus.de

Das muss ich meinen Freunden zeigen …

0 0 0