Nordsee Urlaub im Winter

 Wellness, Whisky, Wattwandern – die Nordsee im Winter ist weit und wild; jetzt mit noch mehr Freiraum für Körper und Geist. Auf den Inseln und Halligen, an der Küste gibt es gute Gründe für einen Winterurlaub an der Nordsee – hier sind fünf davon. Lernen Sie die Nordsee mal von der dunklen Seite kennen! Krasse Kreaturen inklusive.

 

Die Nordsee bei Nacht – was gibt es denn da zu sehen? „Eine ganze Menge“, sagt Heike Wells aus der Nationalparkverwaltung in Tönning, „jedenfalls im Multimar Wattforum in Tönning…und ganz schön schaurig kann das auch noch sein!“ Denn in den Wintermonaten zeigt sich das Nationalpark-Zentrum von seiner dunklen Seite. Im Januar, Februar und März werden einmal pro Monat abendliche Führungen entlang der 37 Aquarien angeboten. Einen Besuch ist das Multimar Wattforum immer wert, diese Touren mit Taschenlampe aber sind außergewöhnlich – und wirklich spannend: Einblicke in die Nordsee bei Nacht gibt es und eben so, wie man es sicher noch nicht gesehen hat. Es ist ruhig und eine große Stille ist eingekehrt. Zeit also für die nachtaktiven Tiere, munter zu werden. „Aale kommen jetzt aus ihren Verstecken und Katzenhaie gehen auf Futtersuche“, berichtet Heike Wells. Und auch der Hummer wagt sich nun aus seiner Höhle und geht – dezent beleuchtet – auf die Jagd nach Krebsen und Muscheln. In der Nacht kann man auch die stillen Tragödien beobachten, zum Beispiel wie die Ausdauer die Stärke besiegt, also der Seestern seine Beute – die Muscheln – überwältigt. Mit seinen Saugfüßchen setzt er sich auf die Muschel und zieht diese, sobald sie sich öffnet, an ihren beiden Schalen auseinander. „Dann setzt ein erstaunlicher Verdauungsprozess ein: Der Seestern stülpt seinen Magen zwischen die Schalen der Muschel aus und nimmt deren verflüssigtes Fleisch auf“, erklärt Heike Wells. Schaurig schön sind die Seewölfe, die still im Sand liegen und ihre scharfen Zähne zeigen. „Und kennen Sie den Kuckuckslippfisch? Der bunte Meeresbewohner wirkt im Schein der Taschenlampe besonders exotisch und geheimnisvoll“, verspricht Heike Wells.

 

Termine und Info: www.multimar-wattforum.de

 

Nach einer Wanderung auf dem Deich tut  Aufwärmen wohl – auch von Innen. Das Heißgetränk an der Küste schlechthin ist der „Pharisäer“ und kaum etwas anderes ist zur Stärkung und zum Auftauen so lecker wie dieser Kaffee mit Schuss. Auch und vor allem dort, wo er einst erfunden wurde: Das passierte im vorvergangenen Jahrhundert auf Nordstrand in der guten Stube eines Bauernhauses, heute ist das ein Gasthaus – es heißt, wie sollte es anders sein, „Pharisäerhof“ und steht im Elisabeth-Sophien-Koog. Weiß getüncht und unter Reet lädt dieses schöne Gasthaus zur gemütlichen und stilecht-friesischen Einkehr. In der Gaststube mit dem Kachelofen vereinigen sich der Duft von Kaffee und frischgebackenem Kuchen. Der Pharisäer also: „Das ist ein starker, süßer Kaffee mit Sahnehaube – und einem ordentlichen Schuss Rum“, erklärt Detlef Scheler vom Gasthof. Und die Legende geht so: „In Gegenwart des asketischen Pastors Georg Bleyer wurde kein Alkohol getrunken. Die Nordstrander hielten sich für gewöhnlich daran. Nur bei einer Taufe auf dem Hof Johannsen, also hier, wollten sie das nicht und ersannen folgende List: Wenn auf dem Kaffee eine Sahnehaube ist, könne man den Rum nicht riechen.“ Das klappte in zunehmend fröhlicher Runde, bis das passierte, was passieren musste: „Irgendwann bekam Pastor Bleyer den Kaffee mit Rum – und er rief: Oh, ihr Pharisäer!“, erklärt Detlef Scheler. Das Getränk hatte seinen Namen und ist seitdem an der gesamten Nordseeküste Schleswig-Holsteins nicht mehr wegzudenken. Im „Pharisäerhof“ stilecht mit einem Stück Friesentorte. Und: Er wird nicht umgerührt.

 

www.pharisaeerhof.de

 

Ablaufendes Wasser und die ersten Wattflächen liegen frei. Vor den Wanderern liegt ein seltsam leerer Raum. In der Ferne ist die Hallig Oland zu erkennen. Es ist nicht mehr Land und noch nicht Meer; ein Ort des Übergangs. Und die Halligen darin; scheinbar schwebend und losgelöst. Die Wattführerin Regina Matthiesen mit Kompass und GPS-Gerät voran, geht es hinaus in das Wattenmeer; das Etappen-Ziel ist zunächst Oland, die winzige Hallig mit kaum mehr als zwanzig Einwohnern und einer Gaststätte zum Aufwärmen, später und als Ziel die Hallig Langeness. Dort wird übernachtet. Wattwanderungen im Winter haben etwas Besonderes: „Gerade im Winter hat das Watt seinen ganz eigenen Reiz“, verspricht die Wattführerin. Die Luft sei frischer, die Sinne sind im winterlich-klaren Klima geschärfter. Insgesamt sind zehn Kilometer Wanderstrecke zu bewältigen, zumeist auf festem Sand. „Zwei Priele müssen durchwatet werden, dazu reichen normalerweise kniehohe Gummistiefel aus – nehmen Sie im Zweifel zwei große Müllsäcke mit, die Sie sich gegebenenfalls drüber ziehen können!“ Zur Kaffeestunde ist schließlich Langeness erreicht, mit dem Bus geht es zur Unterkunft, abends wartet dort ein zünftiges Grünkohlessen. Am kommenden Tag ist bis zur Abfahrt der Fähre nach Schlüttsiel Zeit zur Besichtigung des Privatmuseums „Kleine Friesenstube Honkenswarft“, einer Bernsteinsteinschleiferei und einer Wanderung an der Halligkante durch die Salzwiesen. Start und Treffpunkt ist am Samstag, 13. Februar um 9 Uhr, in Schlüttsiel auf dem Parkplatz (dort bleibt das eigene Auto, das Gepäck geht nach Langeness), von dort gemeinsame Fahrt mit dem Bus nach Dagebüll, dem Startpunkt der Wanderung. Rückkehr und Ankunft mit der Fähre auf dem Festland in Schlüttsiel am folgenden Sonntag, 14. Februar gegen 16Uhr15. Preis p.P. ab 99,-€ (im DZ, ohne Dusche) u.a. inkl. Übernachtung mit Abendessen und Frühstück, Wattführung, Fähre und Besichtigungsprogramm.

 

Kontakt: Regina Matthiesen www.wattwandererlebnis.de

 

Die Kraft des Meeres tut gut: Durchatmen und Entschleunigen, Alleinsein bis zum Horizont, frische Luft tanken – und dort, wo die Wellen auf den Strand krachen, riecht die Luft nicht nur nach dem Meer, sie schmeckt auch so. Und tut wohl. Die Kraft des Meeres und seiner Inhaltstoffe werden seit Jahrhunderten genutzt und geschätzt – auf eine feine Art zum Beispiel auch in Sankt Peter-Ording. „Wir haben die Nordsee von draußen nach drinnen geholt“, sagt Karin Brockmeier, Direktorin des „ambassador hotel & spa“. „Massagen mit Meersalz gehören dazu. Und Schlickpackungen, das Material dafür wird übrigens hier an der Nordsee gewonnen.“ Und über ein gefundenes Stück Bernstein – die Chance, das „Gold des Nordens“ am Strand zu finden, ist nach Sturm und im Winter am besten – freut man sich gewiss. Aber wussten Sie, dass Bernstein auch zu kosmetischen Zwecken angewendet wird? „Eine Behandlung mit Bernsteinpulver und Ölen fördert die Durchblutung der Haut, ein Bernstein-Peeling straft und glättet.“ Wasser und Meersalz, Algen und Bernstein – und das beste am Wohlfühlen im „ambassador hotel & spa“ ist dies hier: die Whirlpools mit Meerblick. Im brausenden Blubberbad liegen, ein Glas Sekt dazu und der Blick reicht in die Unendlichkeit. Von der Dachterrasse blickt man über die Salzwiesen und den Strand auf die Nordsee. Wenn alles stimmt, die Sonne im Meer versinkt, eine Farborgie in Rot zaubert und der beleuchtete Steg da unten in die blaue Stunde hinaus führt, dann ist das nicht nur zum Wohlfühlen, dann ist das wunderschön.

 

 www.hotel-ambassador.de

 

Aus einem Backsteinhaus mit Reetdach zwischen Wittdün und Süddorf auf Amrum fließt warmes Licht aus den Fenstern; eine Gaststätte. Diese Kult-Kneipe ist legendär – und sie ist noch mehr: Die „Blaue Maus“ gehört zu den besten Whisky-Bars in Deutschland – nicht nur wegen der immensen Vielfalt auf der Karte, sondern auch wegen des Fachwissens von Wirt Jan von der Weppen und dem gut geschulten Personal. Schottische Whiskies sind die Liebe und die Leidenschaft des Amrumer Kneipiers. Nachdem er die Gaststätte 1970 von seinen Eltern übernommen hatte, baute er das Whisky-Angebot kontinuierlich aus: Für den Gast gewiss keine einfache Wahl - rund 400 Sorten sind vorrätig. Aus der ganzen Welt, aber mit dem Schwerpunkt auf schottische Single Malts. „Schwellenangst braucht man nicht zu haben“, sagt seine Frau Barbara, „Neugier auf Genuss schon! Wer nicht weiß, welcher Whisky es sein soll, fragt uns einfach.“ Die Mitarbeiter helfen gern weiter, man spürt die Leidenschaft und kann sicher sein, das richtige Getränk zu bekommen.  „Ich empfehle zum Beispiel einen Laphroaig Quarter Cask“, sagt Barbara von der Weppen, „der lagert an der schottischen Atlantikküste.“ Zu Amrum passt natürlich ein Whisky mit Anklängen an das Meer. „Dieser Whisky ist zwar rauchig, hat aber auch intensive Malzaromen. Und: Im Abgang spürt man leichte Aromen von Seetang.“ Die nimmt der Whisky während seiner jahrelangen Reifung in der Nähe des Meeres auf, man kann die See förmlich spüren.  Die Kneipe selbst ist urig und gemütlich mit Strandgut und Souvenirs aus der ganzen Welt, an der Wand hängen auch Seekarten und Schiffsbilder. An besonderen Tagen – Konzerte, begleitete Probierrunden (Tastings) - zieht Jan von der Weppen auch schon mal seinen Kilt an. Und wer (noch) nicht so sehr auf Whisky steht, soll trotzdem kommen. Vielleicht wird´s ja was; wo, wenn nicht in der „Blauen Maus“, wann, wenn nicht im Winter wenn der Wind an den Fensterläden rüttelt und die See tobt. Gemütlich, genussvoll. Und die Karte hält für jeden Geschmack etwas parat.

 

 www.blauemaus-amrum.de

 

Weitere Tipps für einen kurzweiligen Winterurlaub an der Nordsee finden sich im Nordsee Urlaubsplaner 2016, der kostenlos unter www.nordseetourismus.de bestellt und heruntergeladen werden kann.

Pressemitteilung als word.doc

Pressebild bei Verwendung im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung über die Nordsee und Angabe vom Copyright www.nordseetourismus.de/Alexander Seidlich kostenfrei nutzbar

Das muss ich meinen Freunden zeigen …

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