Bis 1864 war Amrum noch Teil des dänischen Reichs. Auf Wunsch des Königs wurden vermutlich auch die Wildkaninchen ausgesetzt, die heute zahlreich auf der Insel vertreten sind. Der Kniepsand war nicht immer mit der Insel verbunden – das Meer trieb die Sandbank in einem jahrhundertlangen Prozess an Amrum heran. Vereinigt waren beide Teile erst im 20. Jahrhundert.
Da der Flugsand die Landwirtschaft erschwerte, versuchten die Amrumer, den Strandhafer auf den Dünen u. a. zur Herstellung von Reetdächern zu verwenden. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte der dänische König die geregelte Bepflanzung der Dünen und damit ihren Schutz durch. Lukrative Einnahmenquelle wurde das „Sanieren“ gestrandeter Schiffe, vor allem für Kapitän Volker Quedens, der damit zu einem stattlichen Vermögen kam, mit dem er Ende des 19. Jahrhunderts Wittdün gründete.
Nachdem die St. Clemens-Kirche Ende des 12. Jahrhunderts errichtet worden war, ließen sich im 16. Jahrhundert schließlich auch die ersten Menschen rundherum nieder – Nebel, das schönste Dorf der Insel, entstand. Auf dem Friedhof der Kirche erzählen einem die „sprechenden Grabsteine“ die Schicksale der unter ihnen begrabenen Seefahrer...
Die Mühle und das Öömrang Hus, ein Museum im historischen Friesenhaus, sind weitere historische Anziehungspunkte in Nebel. Öömrang ist übrigens die Amrumer Ausprägung des Friesischen. Kurkonzerte, Diavorträge über die Insel, ein Kino u. v. m. sorgen für (kulturelle) Unterhaltung.





