Text 3 Walking

Und da kam es schon wieder – Arme lang nach vorne strecken! Hab ich doch glatt wieder vergessen. Auf Nordstrand ist die Aussicht beim Nordic Walking wirklich klasse. Rechts das ruhige Wattenmeer (wir haben grade Ebbe) und links einen tollen Ausblick auf das Landesinnere der Insel. Anja Wilhelm zeigt mir den Hof der Bürgermeisterin vom Elisabeth-Sophien-Koog, der einzige Ort auf Nordstrand, der nicht zur Gemeinde Nordstrand gehört. Die Badestelle Holmer Siel mit dem kleinen Hafen, der nur von den Mitarbeitern des Landesbetriebs Küstenschutz genutzt wird, und den Camping-Platz der Insel. Nebenbei erzählt sie mir, dass ihr Mann Fischer ist und sie ihm beim Verkauf der Ware unterstützt.

Schnell über den Deich

Unseren Weg auf dem Deich kreuzen diverse Schafe, die sich nicht durch uns aus der Ruhe bringen lassen. Rechts und links neben uns auf den Straßen fahren vereinzelt Fahrradfahrer an uns vorbei. Eine ganz entspannte Atmosphäre hat sich beim Walking aufgebaut. Vom morgendlichen Stress ist bei mir nichts mehr zu spüren. Noch einmal die schöne frisch, salzhaltige Luft einatmen und die Sonne genießen. Anja Wilhelm schaut auf die Uhr. Umdrehen – es geht wieder zurück. Hierbei ist es wichtig, auf der gleichen Seite weiterzulaufen. Damit sollen Verspannungen vorgebeugt werden, die durch die automatische Drehung zum Gesprächspartner entstehen. Überhaupt beansprucht das Nordic Walking eine Vielzahl von Muskeln und beim Snötern mit dem Walking-Partner müssen sogar die Gesichtsmuskeln fleißig arbeiten. „So, jetzt einmal stärker mit den Nordic Walking Stöckern abdrücken und die Arme lang nach vorne strecken“, fordert mich Frau Wilhelm auf. Dadurch werden die Muskeln mehr beansprucht, der Puls steigt und man kann schneller walken.

Das muss ich meinen Freunden zeigen …

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