Vor, auf und hinterm Deich – die Naturgewalt der Nordsee

Husum, 12.12.2013: In den letzten Jahren wurden viele Maßnahmen zum Küstenschutz getroffen, regelmäßige Kontrollen der Deiche finden statt und wo nötig wurden die Deiche verstärkt.

Die Orkane Christian und Xaver haben die Deiche der Nordsee ordentlich auf die Probe gestellt. In den letzten Jahren wurden viele Maßnahmen zum Küstenschutz getroffen, regelmäßige Kontrollen der Deiche finden statt und wo nötig wurden die Deiche verstärkt.
Interessante Einblicke in die Naturphänomene, in Deichbau und aktuelle Küstenschutzprojekte erhalten Reisende in Büsum und Husum, auf Pellworm, Sylt und Nordstrand.

Gewaltige Wassermassen nahmen den Menschen immer wieder Hab und Gut und forderten gar ihr Leben. Zum Glück waren nicht alle Sturmfluten so verheerend, wie die in den Jahren 1362 und 1634, als ganze Landstriche vernichtet wurden. Die Deiche an der Nordsee schützen das dahinter liegende Land und die dort wohnenden Menschen vor den gewaltigen Wassermassen, die eine Sturmflut heran bringen kann. Einst bauten die Bewohner der Nordseeküste ihre Häuser und Siedlungen auf künstlich aus Erde aufgeschütteten Hügeln, den so genannten Warften, um sich vor den Fluten zu schützen. Später kamen dann zusätzliche Maßnahmen in Form von Ring- und Sackdeichen dazu. Heutzutage sind Deichbauten an der Nordseeküste ausgeklügelte Systeme, die bereits die auflaufenden Wellen brechen und die Geschwindigkeit des anströmenden Wasser vermindern. Mit modernem Küstenschutz ist man gegen die Fluten geschützt. Wenn auch nicht hundertprozentig, vermindert dieser doch das Risiko für Mensch und Land erheblich. Alle zehn Jahre wird der Generalplan für den deutschen Küstenschutz verabschiedet und fortgeschrieben.

Aktuelle Küstenschutzprojekte
Weil Küstenschutz überlebenswichtig ist, werden an der Nordsee jedes Jahr viele nachhaltige Maßnahmen ergriffen von denen auch die Gäste profitieren, zum Beispiel in Form von neuen Promenaden und modernisierten Strandabschnitten. In Büsum ist die Deichverstärkung in vollem Gange, in 2014 wird der Urlaubsort dann eine neue attraktive Wasserkante mit einer beleuchteten Deichpromenade, windgeschützten Verweilplätzen, mit Spielbereichen und einer „Watt-Tribüne“ mit Strandkörben haben. (www.wasserkante-buesum.de)  

Auf der Halbinsel Nordstrand erhält der Deich als erster in Schleswig-Holstein das neue Klimaprofil mit flacherer Böschung und verbreiterter Deichkrone. Wenn die Arbeiten 2015 abgeschlossen sein werden, wird eine Flaniermeile zum Spaziergang mit Weitblick einladen. (www.heute-schon-deich-geguckt.de)

In List auf Sylt wird die Küste 2014 ebenso durch eine Deichverstärkung und eine Sandaufspülung geschützt. (www.lkn.schleswig-holstein.de)


Sturmfluten mit allen Sinnen erleben
Welche Gewalt das Meer hat, wie einst und in jüngerer Vergangenheit die Fluten das Leben an der Küste bedrohen, lässt sich in zahlreichen Erlebniszentren und Museen erkunden.  In der Büsumer Sturmflutenwelt „Blanker Hans“ werden die Besucher auf sehr lebendige Art und Weise in die Nacht von 1962 zurück versetzt, als eine katastrophale Sturmflut in Hamburg war, die die Nordseedeiche an vielen Stellen brechen ließ. In einer Rettungskapsel sitzend, erleben die Gäste die Naturgewalt mit allen Sinnen hautnah. Anschließend im Archiv des Wissens erzählen Zeitzeugen ihre ganz persönlichen Geschichten, dazu werden aktuelle Beobachtungen zum Klimawandel und zu den Wetterphänomen vorgestellt. (www.blanker-hans.de)

Im NordseeMuseum in Husum tauchen die Besucher tief in das Leben an der Nordseeküste und speziell in den Alltag auf den Halligen ein. Regelmäßige Wechselausstellungen, Vorträge und Sonderveranstaltungen ergänzen das breit gefächerte, familienfreundliche Angebot. Kinder und Eltern können hier vieles gemeinsam ausprobieren. Zudem gibt es für blinde und sehbehindert Menschen einen speziellen Audio-Guide. (www.museumsverbund-nordfriesland.de)

Das Geheimnis von Rungholt
Viele Mythen und Sagen ranken sich um die versunkene Stadt auf dem Meeresgrund, die einst florierender Handelsort auf der Insel Strand war, bevor die Sturmflut 1362 sie in die Nordsee riss. Wer mehr über die geheimnisvolle Siedlung Rungholt erfahren möchte, schließt sich einer Wattführung von Nordstrand aus an oder fährt mit der  Pferdekutsche durch das Wattenmeer. Auch der Besuch des kleinen privat geführten Insel-Museum auf Pellworm lohnt sich, denn der Besitzer Helmut Bahnsen hat eine eindrucksvolle Sammlung an faszinierenden Exponaten im Watt entdeckt. (www.nordstrand.de, www.insel-museum.de)

Weitere Informationen zu Gezeiten, Sturmflutgefahren und zum aktuellen Küstenschutz erhalten Interessierte unter www.lkn.schleswig-holstein.de

Mehr zum erlebnisreichen Nordseeurlaub bietet der Nordsee-Tourismus-Service telefonisch unter 04841 - 89 75 0 sowie im Internet unter www.nordseetourismus.de.

 

Pressekontakt:
Nordsee-Tourismus-Service GmbH  
Tanja Weinekötter     
Zingel 5, 25813 Husum  
Tel.: 04841/8975-10   
E-Mail: presse@nordseetourismus.de

Das muss ich meinen Freunden zeigen …

0 0 0