Artikel Teepunsch

Teepunsch

Es ist Herbstzeit. Bei Herbst denke ich an lange Spaziergänge durch das raschelnde Laub, an Kastaniensammeln für die Rehe und an Teepunsch. Teepunsch habe ich erst kennenlernen dürfen als ich nach Nordfriesland gezogen bin. Meinen ersten Teepunsch hatte ich mit den Häckslerfahrern nach vollendeter Maisernte in der Küche meiner Schwiegermutter. Er besteht aus schwarzem Tee und „de geele Köm“. Letzteres ist ein Sternanisschnaps. Wie das Mischungsverhältnis ist, darüber scheiden sich die Geister. Ebenso wie stark der Tee sein darf. Manche schwenken den Beutel nur kurz drinnen und ziehen ihn gleich wieder raus, andere lassen ihn etwas länger ziehen. Den „Köm“ schubst man nach Belieben dazu. Eine selbsterfundene Faustregel dazu: Je größer die nasskalte Kriechkälte einen getroffen hat, desto mehr Köm sollte man nehmen. Haha.