Der Büsumer Leuchtturm mit Krabbenkutter im Hafen, © Oliver Franke© Oliver Franke

Die fünf schönsten Fotohotspots in Dithmarschen

05.07.2018 - Sandra Hief

Sandra Hief, © Sandra Hief

Lange braucht man nicht zu suchen, um die schönsten Urlaubserinnerungen vor die Linse zu bekommen. Unsere Klassiker in Dithmarschen sind natürlich die kilometerlangen Deiche, wo sich die Schafe tummeln und so ganz nebenbei den Deich befestigen. Eigentlich braucht man sich nur auf ein Fahrrad zu schwingen, um die kleinen Schönheiten zu entdecken, die sich in der Natur und in den Ortschaften auftun. Ein Schwarm Ringelgänse hier, ein uriges Reetdach Häuschen dort oder einfach nur ein Weg hinter dem Knick, der in den Wald hineinführt. Oft reicht auch ein Perspektivenwechsel, die Verwendung eines Zoom-Objektivs um wirklich schöne Bilder zu machen. Wichtig ist, sich bewusst umzuschauen, um besonders die kleinen Schönheiten zu entdecken, die einem sonst vielleicht verborgen bleiben würden.

Welche Motive auf jeden Fall nicht fehlen dürfen, um in Urlaubserinnerungen zu schwelgen, möchte ich Euch gern vorstellen:

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

Der Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Nordsee mit der Ostsee und ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe. Der Kanal misst eine Länge von ca. 100 km und fließt in Teilen auch durch Dithmarschen. Im Jahre 1895 wurde der NOK nach 8 Jahren Bauzeit durch Kaiser Wilhelm II. mit einem rauschenden Fest eröffnet und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel in Dithmarschen. Besonders schön ist es, an den gut befestigten Uferwegen eine Fahrradtour zu unternehmen. Hier könnt Ihr kilometerlang fahren und die Ozeanriesen bestaunen, die an Euch vorbeiziehen.

Mein Tipp: Fahrt zur Grünentaler Hochbrücke und fotografiert den Nord-Ostsee-Kanal von oben. Die Grünentaler Hochbrücke ist eine kombinierte Bahn- und Straßenbrücke und ist auch für Fußgänger und Radfahrer befahrbar. Hier seht Ihr am besten, wie sich der NOK in die Landschaft einfügt. Diese besondere Perspektive lässt die Riesencontainerschiffe auf einmal ganz winzig erscheinen. Sehr imposant!

Der Blick von der Grünthaler Hochbrücke auf den Nord-Ostsee-Kanal, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Ein Blick von oben auf das Eidersperrwerk zwischen Dithmarschen und Nordfriesland, © Peter LafrentzGalerie öffnen© Peter Lafrentz
Wenn der Wind auf dem Eidersperrwerk ordentlich weht, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Das gesamte Eidersperrwerk, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Das Eidersperrwerk bei Ebbe mit großen Wattflächen davor, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Direkt neben dem Eidersperrwerk befindet sich eine Kolonie Seeschwalben, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief

Das Eidersperrwerk

Jeder, der schon einmal über die L305 nach St. Peter-Ording gefahren ist, kennt dieses einmalige Bauwerk. Das Eidersperrwerk verbindet den Kreis Dithmarschen mit der Halbinsel Eiderstedt. Es ist eines der größten Küstenschutzbauwerke in Europa und gilt als touristisches Highlight hier im Norden. Es befindet sich an der Mündung der Eider in die Nordsee und wurde einst zum Schutz vor Sturmfluten erbaut. Des Weiteren gewährleistet es den Schiffsbetrieb auf der Eider und entwässert die Marschgebiete. Neben der Abdämmung befindet sich ein kleiner Hafen für Kutter und Ausflugsschiffe. Hier starten zB. die Schiffe der Reederei Adler Ihre Eidertour mit Seetierfang - ein tolles Erlebnis. Das Eidersperrwerk kann sowohl mit dem PKW durchfahren werden, kann aber auch von Fußgängern und Radfahrern überquert werden. Eine Besichtigung ist somit jederzeit möglich. Mich lockt es besonders bei einer Sturmflut ans Eidersperrwerk. Klingt verrückt, ist es auch, aber nirgendwo sonst kann man dem blanken Hans so direkt ins Gesicht schauen.

Mein Tipp: Eine Besichtigung des Eidersperrwerks mit einem Besuch des Multimar Wattforums im nahegelegenen Tönning verbinden. Lohnt sich! Falls Ihr den Parkplatz am Aussichtspavillons des Eidersperrwerks nutzt, unbedingt ein Fischbrötchen im Aussichtspavillon genießen!

Das Gieselautal in Albersdorf

Die Gieselau ist einer der wenigen naturbelassenen Bäche in Dithmarschen, umgeben von einer der schönsten Bachtälern hier in Schleswig-Holstein. Wer das Gieselautal erkunden möchte, sollte sich ruhig einen Tag Zeit dafür nehmen. Es gibt einen wunderschönen Rundwanderweg, den es zu erkunden gilt. Gut ausgebaute Wander-und Bohlenwege führen einen durch die atemberaubende Natur, Fotomotive finden sich hier an jeder Ecke. Das Gieselautal erreicht Ihr am besten, wenn Ihr auf dem Parkplatz des Steinzeitparks Dithmarschen parkt und Euch von dort aus auf den Weg macht. Vorbei am Freigelände des Steinzeitparks bekommt Ihr sogar alte Haustierrassen vor die Linse, wie z.B. Konik Pferde oder Highland-Rinder, die hier auf offenen naturbelassenen Weideflächen grasen.

Mein Tipp: Verbindet Euern Ausflug ins Gieselautal mit einem Besuch des Steinzeitparks (AÖZA). Ein Erlebnis für die ganze Familie auf den Spuren der Menschen in Norddeutschland zur Jungsteinzeit.

Unterwegs in Dithmarschen im Gieselautal, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Kleine Brücken im Gieselautal eignen sich besonders gut für ein Fotoshooting, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Auch das Gieselautal ist vom Wasser durchzogen., © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Imposante Bäume schmücken das Gieselautal in Dithmarschen, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Beliebtes Fotomotiv der Büsumer Leuchtturm, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Krabbenkutter im Büsumer Hafen, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Hafenflair im Büsumer Hafen mit dem Leuchtturm im Hintergrund, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief

Der Hafen in Büsum

Oft fotografiert und immer eins der schönsten Motive in der Urlaubssammlung- der Büsumer Hafen. Ein Besuch in Büsum ist Pflichtprogramm an der Küste Dithmarschens und das beliebteste Reiseziel der Region. Hier findet Ihr alles, was das Herz begehrt: Strand,Erholung, ein großes Freizeitangebot, Veranstaltungen für Jung und Alt, ein breites Angebot an gastronomischen Betrieben, eine belebte Einkaufsstraße, die zum bummeln und flanieren einlädt um nur einige Highlights zu nennen. Der Hafen fügt sich in den Ort ein und gehört zum Stadtbild einfach dazu. Büsum wäre nicht Büsum ohne seinen berühmten Hafen. Hier reihen sich die Krabbenkutter dicht an dicht und verkaufen fangfrische Krabben direkt nach der Ausfahrt auf die Nordsee. Ausflugsdampfer starten ihre Fahrten mit buntem Ausflugsprogramm in die Nordsee. Der Museumshafen bietet historischen Schiffen seinen Platz und über allem thront der Leuchtturm von Büsum.

Mein Tipp: Bei der Reederei H.G. Rahder findet Ihr ein breites Angebot an Schiffsausflügen ab Büsum, die man unbedingt einmal gemacht haben muss. Toll für Fotomotive des Hafens von Seeseite aus. Wer zu den jährlich stattfindenden Büsumer Kutterregattatagen in Büsum ist, kann mit Glück eine Mitfahrgelegenheit auf einem der im Hafen liegenden Schiffe ergattern, die zur Regatta rausfahren. Tickets hierfür bekommt Ihr direkt bei der Besatzung vor Ort.

Der Trischendamm in Friedrichskoog-Spitze

Wer kennt Ihn nicht? Den berühmten Trischendamm in Friedrichskoog-Spitze. Der Trischendamm, ein mit Hand erbautes Küstenschutzbauwerk hat eine Länge von 2200 m und führt direkt in die Nordsee hinein. Um das Land vor Sturmfluten zu schützen, wurden Deiche und Dämme gebaut. Doch das Herandrängen eines Priels an den Deich ließ sich mit herkömmlichen Maßnahmen nicht aufhalten. Der Trischendamm durchdämmte den Priel und leitete seine gefährliche Strömung um. Auch heute schützt er das dahinterliegende Land und ist zum beliebten Ausflugsziel geworden. Zur linken erstrecken sich herrliche Salzwiesen, zur rechten grenzt das Watt an den Damm. Zahlreiche Tafeln erklären dem Besucher alles zum Damm selber sowie zur Flora und Fauna des Areals und machen ihn somit zu einer Art Lehrpfad.

Mein Tipp:  Im Sommer blühen die Salzwiesen im Schleswig-Holsteinischem Wattenmeer und begeistern mit farbenfroh blühenden Pflanzen sowie Gräsern und Kräutern. Auch zahlreiche Rast- und Brutvogelarten lassen sich hier beobachten. Lauft den Damm unbedingt bis zum Ende. Von dort habt Ihr einen wunderbaren Ausblick in die Nordsee und auf die Ölplattform Mittelplate. Fernglas nicht vergessen!

Möwen  beim Trischendamm in Dithmarschen, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief
Blick vom Trischendamm auf den Friedrichskooger Grünstrand, © Sandra HiefGalerie öffnen© Sandra Hief

Der Dithmarscher Fotograf Stefan Carstensen aus Elpersbüttel bietet übrigens u.a. spezielle Fotosafaris in Dithmarschen an für alle die, die ein wenig mehr über das Fotografieren erlernen möchten. Ich wünsche Euch auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Fotografieren in Dithmarschen.

Und eins ist sicher: an schönen Motiven wird es Euch nicht mangeln!

Infos und weitere Artikel des Autors

Sandra Hief, © Sandra HiefSandraHief

Als waschechte Dithmarscher Deern bin ich hauptberuflich als Flugbegleiterin unterwegs. Ich freue mich, Euch sagen zu können: zu Hause ist es doch am Schönsten! Nebenbei schreibe ich Blogbeiträge über Land und Leute, Natur und Kultur inklusive regionaler Insidertipps. Um Euch die Schönheit unserer Region näher zu bringen, bieten wir demnächst Ausflüge und Events in unserer Heimat an. Schaut gern mal vorbei unter http://www.upnswutschimnorden.de/

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