Geführte Wattwanderung von Hallig Hooge zur Insel Pellworm, © NTS© NTS

Die Wanderung von Hooge nach Pellworm gehört nicht gerade zu den gängigsten Wattwanderungen. Sie wird nur selten angeboten und das hauptsächlich für Hooger Gäste. Zu vereinzelten Terminen schafft man es jedoch auch mit dem Schiff vom Festland aus rechtzeitig auf die Hallig.


Genau solch einen Tag nutzten wir für einen Betriebsausflug, um gemeinsam diese besondere Wattwanderung zu erleben. Als wir am Startort, der Halligkante hinter der Ockenswarft, ankamen, warteten dort bereits die Hooge Urlaubsgäste mit Wattführer Michael Klisch, Leiter der Schutzstation Wattenmeer auf Hallig Hooge, auf uns. Wir zogen also flugs unsere Wattsocken an und schon ging es los.

Bereits auf den ersten Metern waren wir sehr froh um unsere Wattsocken, denn es waren zahlreiche Muscheln auf und im Watt, denen wir unmöglich allen ausweichen konnten. Schnell wurde das aber besser und wir erreichten festen Wattboden, auf dem wir leicht vorankamen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen liefen wir durchs Watt. Unterwegs sahen wir alte Kulturspuren wie die Überreste einer Straße und eine ehemalige Wasserleitung. Einen Blick auf den alten Brunnen, von dem wir vorab gelesen hatten, erhaschten wir leider nicht. Das gehört eben auch dazu, denn das Watt ändert sich ständig und gibt nicht auf jeder Tour dasselbe preis.

Sorge bereitete uns die Durchquerung des Priels „Rummelloch“, auf die uns unser Wattführer bereits vorab vorbereitete. Ungefähr knietief erwartete er das Wasser und anschließend würden wir durch wadentiefen Schlick waten, warnte uns Michael Klisch vor. Die Hosen hochgekrempelt machten wir uns auf den Weg, bei jedem Schritt in der Erwartung, tiefer im Wasser zu versinken. Wir hatten jedoch Glück und an diesem Tag stieg uns das Wasser nur bis zu Wade. Ebenso tief - und damit der Vorwarnung entsprechend - erwartete uns anschließend auf einigen Metern tiefer Schlick. Als wir auch den durchquert hatten, stellten wir fest, dass der größte Teil der Strecke nun geschafft war und wir uns Pellworm in großen Schritten näherten.

Da immer wieder Priele und kleinere Fahrwasser durchs Watt verlaufen, kann nicht die direkte Strecke zwischen Hooge und Pellworm genommen werden. Unser Weg verlief in einem großen Bogen und als wir schließlich geradewegs auf Pellworm zusteuerten und unser Ziel klar vor Augen hatten, wanderte es sich bei weiter beständigem Wetter mit Sonnenschein anschließend noch viel besser. Zur Orientierung hielten wir nochmals an und blickten uns um. Ganz schön weit waren wir gekommen und diese Perspektive, auf dem Meeresgrund zu stehen und auf die erhobene Insel- und Halligwelt zu blicken, ist einfach einmalig.


Nach ungefähr 2,5 Stunden erklommen wir die Treppe, die uns auf Pellworm willkommen hieß. Für die Hooger Gäste ging der Ausflug mit einem Spaziergang auf dem Deich in Richtung Hooger Fähre weiter, wo sie mit einem Schiff der Gebrüder Hellmann zurück zur Hallig Hooge gebracht wurden.

Wir hingegen verbrachten den restlichen Tag auf Pellworm. Nach einem Mittagessen, das wir uns redlich verdient hatten, besichtigten wir den frisch gestrichenen Pellwormer Leuchtturm. Im Innern befindet sich ein Raum des Standesamtes, in dem sich nordseeverliebte Paare trauen lassen können. Mit vielen neuen Informationen im Gepäck kamen wir schließlich ganz oben im Turm an und genossen die Aussicht. Die Sicht war so klar, dass wir nicht nur über die Insel, sondern bis aufs Festland und die umliegenden Halligen sehen konnten.

Zum Abschluss dieses Tages verbrachten wir noch etwas Zeit am Hafen, wo der Bootskorso stattfand und Gäste zur Mitfahrt auf die Krabbenkutter einlud. Für uns reichte das zeitlich leider nicht, denn wir mussten zur Fähre, die uns nach einem rundum gelungenen Tag zurück ans Festland brachte.

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