Der Mensch und die Biosphäre

Der Mensch und die Biosphäre

Am 17. Dezember 1990 erhielt der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seine erste internationale Auszeichnung. Im Rahmen des MAB-Programmes der UNESCO wurde der Nationalpark als Biosphärenreservat anerkannt und erhielt eine entsprechende Urkunde von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Die englische Abkürzung MAB steht für "Der Mensch und die Biosphäre" und genau darum geht es bei dem Programm der UNESCO - es geht um den nachhaltig wirtschaftenden Menschen im Biosphärengebiet. Hierdurch hebt sich der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer deutlich von anderen Nationalparks ab, in denen das primäre Ziel ist natürliche Prozesse zu schützen. Weltweit sind 714 dieser Biosphärenschutzgebiete ausgewiesen, wovon 16 Stück in Deutschland vorzufinden sind. Das MAB-Programm wurde 1970 ins Leben gerufen und fördert seitdem die nachhaltige Nutzung der Schutzgebiete sowie den Erhalt biologischer Vielfalt auf wissenschaftlicher Basis.

Dieses wichtige Ziel wird nun seit genau 30 Jahren im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer aktiv verfolgt und findet noch immer weiteren Zuspruch. Denn seit Dezember 2004 gehören auch Hooge, Gröde, Nordstrandischmoor, Langeness und Oland dazu. Auf eigenen Wunsch schlossen sich die nordfriesischen Halligen, welche nicht dem Nationalpark angehören, als Entwicklungszone an. Dadurch kann das Biosphärenreservat Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen auf eine Fläche von 4.431 Quadratkilometer stolz sein.

Schon bald könnte es zu einer erneuten Erweiterung des Biosphärengebietes kommen. Denn bekanntlich hat auch die Insel Pellworm konkrete Vorbereitungen für den Weg zur Biosphäre getroffen. Anfang 2021, sollte es coronabedingt wieder möglich sein, wird auf einer Bürgerversammlung entschieden ob ein offizieller Antrag gestellt wird.