5 Fragen an Dora Heldt
“Wenn ich sage, es spielt auf Sylt, dann muss alles stimmen. Ich ärgere mich beim Lesen über Bücher, in denen Orte nicht korrekt sind. Ich bin für mein neues Buch – der letzte Fall von Karl Sönnigsen – sogar Strecken abgefahren und habe auf die Uhr geschaut. Wenn ich schreibe: Der nächste Wagen konnte das noch sehen, dann muss ich für den Leser wissen, ob das realistisch ist. Ich weiß auf Sylt genau, wo etwas passieren soll – das brauche ich beim Schreiben. Wenn ich mir im Gegensatz dazu an irgendeiner Küste einen fiktiven Ort ausdenke, kann ich machen, was ich will.”
“Auf der einen Seite ist da Sönningsens etwas verschrobene Art und dieses Selbstvertrauen, das diese Generation oft hat: Er glaubt wirklich, seit er nicht mehr Polizeichef ist, läuft es nicht mehr rund. Ich wollte diesmal keine klassische Leiche und keinen Standardfall wie in anderen Krimis. Es geht mir darum, dass Karl diesen großen Gerechtigkeitssinn hat – und sich einfach wahnsinnig über junge, reiche Leute ärgert, die sich daneben benehmen.”
“Ja und nein, denn dass Karl Sönnigsen irgendwo in anderen Büchern mal wieder auftaucht, kann gut sein. Und falls er doch wieder ermittelt: Howard Carpendale hatte auch dreimal eine Abschiedstour. Ich halte das für mich offen.”
“In Hörnum beginnen und sich dann in den Norden arbeiten. In Hörnum, wo die Odde jedes Jahr ein Stück kleiner wird, sieht man am besten, was das Meer anrichtet. Trotz Küstenschutz bricht bei jedem Sturm etwas ab. Und gleichzeitig schweift der Blick bis nach Föhr und Amrum. Also Naturgewalt und Fernweh in einem Bild. Das bietet nur Sylt. Das Gegenteil findet man am Hafen in List: laut, Remmidemmi, Musik. Und klar, das gehört auch dazu.”
Beides. Aber für mich war immer das ,richtige‘ Sylt die Westseite – die Brandung. Ich mag die Ostseite sehr zum Laufen. Dieser Weg bis nach Keitum am Watt entlang, die Braderuper Heide – einer der schönsten Wege. Gerade im Sommer, wenn die Heide blüht, ist das Naturschutzgebiet unglaublich. Da hast du das Gefühl, du bist alleine auf der Insel. Ein Sommerabend am leeren Strand, wenn es nach 20 Uhr noch 21 oder 22 Grad warm ist – da geht nichts drüber.
Genau die perfekte Atmosphäre für eine Schreibpause auf Sylt …
… die ich mir in der Regel auch gönne. Ob auf Sylt, ist noch nicht geplant. Durch meine Podcast-Reihe “Dora Heldt trifft …”, die jeden zweiten Donnerstag mit einer neuen Folge erscheint, habe ich sowieso viel zu tun, sodass es nur eine kleine Lücke gibt, die nach Abgabe eines Buches entsteht.
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