Neue Erlebnisse und besondere Geschichten an der Nordsee

Dein Nordsee-Update im September 2026

Manchmal sind es die kleinen Entdeckungen, die eine Reise an die Nordsee besonders machen: eine Fahrradtour durch die Wiedingharde, bei der Landschaft und Geschichten auf einer Stempelkarte zusammenkommen, oder ein Blick auf die Leuchttürme, die seit Generationen über die Küste wachen. In Dithmarschen wird mit den Kohltagen ein Stück regionale Tradition gefeiert, während in St. Peter-Ording mit Surfvibes ein neuer Treffpunkt für alle entsteht, die Wind und Wasser lieben. Und auf Sylt zeigt Hobby-Imker Heiner Johannsen, wie eng Natur, Blütenvielfalt und traditionelles Handwerk miteinander verbunden sind.

  • Der alte mit Reet gedeckte Charlottenhof in Klanxbüll in der Wiedingharde, umgeben von hohen Kastanien und Eichen. Foto: Nordseeküste Nordfriesland | Markus Rohrbacher
    © Nordseeküste Nordfriesland | Markus Rohrbacher
  • Blick auf die leere Stempelkarte der Wiedingharder Stempeltour. Foto: Infozentrum Wiedingharde
    © Infozentrum Wiedingharde
  • Fahrrad fahren durch die Landschaft von Rodenäs in der Wiedingharde. Foto: Nordseeküste Nordfriesland | Markus Rohrbacher
    © Nordseeküste Nordfriesland | Markus Rohrbacher
  • Ein Gast stempelt seine Stempelkarte der Wiedingharder Stempeltour. Foto: Infozentrum Wiedingharde
    © Infozentrum Wiedingharde

Mit dem Fahrrad auf Stempeltour durch die Wiedingharde

Buten oder binnen? In der Wiedingharde lässt sich die nördlichste Ecke Schleswig-Holsteins auf zwei abwechslungsreichen Fahrradtouren entdecken. Die “Binnen-Tour” führt über 24 Kilometer zu fünf Stationen, die “Buten-Tour" über 28 Kilometer zu sechs Stationen. Startpunkt ist das Infozentrum Wiedingharde, wo die kostenlosen Stempelkarten erhältlich sind.

Unterwegs warten landschaftlich reizvolle Orte und spannende Geschichten aus der Region. An den einzelnen Stationen vermitteln Infotafeln und Prägestempel Wissenswertes über die besondere Natur, die Entstehung der Landschaft sowie die Kultur und Geschichte der Wiedingharde. Dabei begegnen dir unter anderem Hausgeist Nis Puk, Geschichten über die Landgewinnung im Lübke-Koog, alte Schmugglergeschichten und das besondere Phänomen der Glockenstapel.

Die Stempeltouren wurden anlässlich des 80-jährigen Jubiläums Schleswig-Holsteins entwickelt und laden dazu ein, die Region aktiv mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Stempelkarten sind auch über das Jubiläumsjahr hinaus erhältlich – einer Entdeckungsfahrt durch die Wiedingharde steht also nichts im Wege.

Wiedingharde mit dem Rad entdecken
  • Das Logo zum 40 Jubiläum der Dtimarscher Kohltage. Foto: Dithmarschen Tourismus
    © Dithmarschen Tourismus
  • Auf dem Kohlfeld für das Anschnittsfest in Zennhusen knieen von links Thies Hagge-Kern sowie Lenna und Andrea Hagge. Foto: Kreis Dithmarschen
    © Kreis Dithmarschen

40 Jahre Dithmarscher Kohltage – Tradition mit Biss

Kohl gehört zu Dithmarschen wie der Deich zur Küste. Seit 40 Jahren feiern die Dithmarscher Kohltage die regionale Spezialität mit Bauernmärkten, Stadtfesten, kulinarischen Aktionen und jeder Menge Unterhaltung. Zum Jubiläum schließt sich in diesem Jahr ein besonderer Kreis: Der offizielle Kohlanschnitt findet am 22. September auf dem Hof von Andrea Hagge und Thies Hagge-Kern in Zennhusen statt – dort, wo bereits 1990 der erste traditionelle Hof den Kohlanschnitt mit einem Fest verbunden hat.

Beim Anschnittsfest dreht sich alles um den Dithmarscher Kohl und seine Herkunft. Auf dem Bauernmarkt gibt es frischen Kohl, Kunsthandwerk und regionale Spezialitäten, während Musik und Unterhaltung für Feststimmung sorgen. DEHOGA-Betriebe und die Landfrauen servieren Dithmarscher Köstlichkeiten und machen den Kohlgenuss zum festen Bestandteil des Tages.

Der Familienbetrieb in Zennhusen wird inzwischen in dritter Generation geführt und baut neben Getreide und weiteren landwirtschaftlichen Produkten vor allem Kopfkohl an. Damit wird der Kohlanschnitt dort gefeiert, wo das Gemüse seinen Ursprung hat: direkt auf dem Feld.

Das Jubiläum zeigt, wie lebendig die Tradition rund um Dithmarschens bekanntestes Gemüse geblieben ist – und wie eng Landwirtschaft, regionale Küche und gemeinsames Feiern miteinander verbunden sind.

Dithmarscher Kohltage entdecken
  • Der Helgoländer Leuchtturm vom Oberland aus gesehen. Foto: Madeleine und Ricardo Memering
    © Madeleine und Ricardo Memering
  • Der kleine Leuchtturm auf der Helgoländer Nachbarinsel Düne. Foto: Madeleine und Ricardo Memering
    © Madeleine und Ricardo Memering
  • Der Amrumer Leuchtturm stimmungsvoll in Szene gesetzt mit dem davorliegenden Campingplatz in den Dünen. Foto: Lennart Plambeck
    © Lennart Plambeck
  • Der "Lange Christian", der markante Leuchtturm in Kampen auf Sylt. Foto: Nordseeküste Nordfriesland Markus Rohrbacher
    © Nordseeküste Nordfriesland Markus Rohrbacher
  • Der Lister Leuchtturm "Leuchturm Ost", im Norden der Insel. Foto: Long-Nong Huang
    © Long-Nong Huang
  • Der Lister Leuchtturm "Leuchturm West", im Norden der Insel. Foto: Long-Nong Huang
    © Long-Nong Huang
  • Der berühmte Leuchtturm Westerheversand, mit seinen beiden markanten Leutturmwärterhäuschen. Foto: Marina Weishaupt
    © Marina Weishaupt
  • Der Böhler Leuchtturm der zu St. Peter-Ording gehört, liegt direkt am Nordseeküsten Radweg. Foto: Nordseeküsten-Radweg | Florian Trykowski
    © Nordseeküsten-Radweg | Florian Trykowski
  • Der einzige mit Reet gedeckte Leuchtturm der Welt, das Leuchtfeuer auf der Hallig Oland. Foto: www.ariasdigital.de
    © www.ariasdigital.de
  • Herbststimmung rund um den Leuchtturm Pellworm mit Sonnenuntergang. Foto: Nordseeküste Nordfriesland | MarkusRohrbacher
    © Nordseeküste Nordfriesland | MarkusRohrbacher
  • Das kleine Leuchtfeuer "Olhörn" an der Strandpromenade in Wyk auf Föhr im Sommer. Foto: Föhr Tourismus GmbH/Harald Bickel
    © Föhr Tourismus GmbH/Harald Bickel

Leuchttürme – Wahrzeichen der Nordseeküste

Sie stehen auf Inseln, Halligen und am Festland, weisen Schiffen den Weg und sind längst selbst zu besonderen Zielen an der Nordsee geworden: die Leuchttürme Schleswig-Holsteins. Jeder Turm hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte – manche sind weithin sichtbare Wahrzeichen, andere eher stille Entdeckungen am Rand des Wattenmeers.

Ob bei einem Spaziergang durch die Küstenlandschaft, als Fotomotiv oder als Ziel einer kleinen Ausflugstour: Ein Leuchtturm gehört für viele zu einem echten Nordseeerlebnis dazu. Besonders reizvoll wird es, wenn sich der Blick vom Turm oder auf ihn mit der Weite des Wattenmeers, Dünen und Deichen verbindet.

Auf unserer Übersicht findest du die Leuchttürme der Nordsee Schleswig-Holstein von Westerheversand und Amrum bis nach Sylt, Pellworm, Helgoland und zu weiteren Türmen an der Küste. Entdecke ihre Geschichten, erfahre, wo Besichtigungen möglich sind, und finde anschließend eine passende Unterkunft für deinen nächsten Leuchtturm-Ausflug.

Leuchttürme an der Nordsee entdecken
  • Auf dem Podest der Surfschule surfvibes herscht reger Betrieb. Foto: TZ SPO
    © TZ SPO
  • Gestapelte Surfbretter der Surfschule surfvibes mit der Fahne des neuen Unternehmens. Foto: surfvibes
    © Surfvibes
  • Das Podest der Surfschule surfvibes von der Strandbar 54 ° aus gesehen. Foto: TZ SPO
    © TZ SPO

Surfvibes – Wassersport, Wind und Weite in St. Peter-Ording

St. Peter-Ording hat einen neuen Treffpunkt für alle, die am liebsten draußen sind: Direkt am Ordinger Strand ist mit Surfvibes ein neues Wassersportcenter entstanden. Hinter dem Angebot stehen Henning Trede, Nils Lucassen und Eddy Rummel – drei Wassersportbegeisterte, die ihre Leidenschaft für Meer, Wind und Bewegung an der Küste teilen.

Ob Kitesurfen, Windsurfen, Wellenreiten, Wingfoilen oder Stand-up-Paddling: In den Kursen können Einsteigerinnen und Einsteiger ihre ersten Erfahrungen auf dem Wasser sammeln, während Fortgeschrittene ihre Technik weiterentwickeln. Passendes Leihmaterial gehört ebenfalls zum Angebot.

Und nach der Zeit auf dem Wasser geht es ganz entspannt weiter: Neben dem Wassersportcenter lädt die Strandbar 54° Nord zum Verweilen und Ausklang mit Blick auf den Strand ein. So verbindet Surfvibes sportliche Erlebnisse mit dem besonderen Lebensgefühl von St. Peter-Ording.

Surfvibes entdecken
  • Die blühende Braderuper Heide auf Sylt mit Blick auf die Ostküste. Foto: Hans Jessel | Sylt Marketing
    © Hans Jessel | Sylt Marketing
  • Der Imker in voller Montur bei der Arbeit am geöffneten Bienenstock. Foto: Sylt Marketing
    © Sylt Marketing
  • Auf dem Rückweg vom Bienenstock im schützenden Imkeranzug mit guter "Beute". Foto: Sylt Marketing
    © Sylt Marketing

Sylter Sommertracht – Bienen, Blüten und Inselhonig

Was auf Sylt blüht, landet nicht nur in den Augen der Spaziergänger, sondern auch in den Waben der Inselbienen. Hobby-Imker Heiner Johannsen betreut gemeinsam mit seinem Kompagnon Holger Widera rund 100 Bienenvölker – einige davon an besonderen Standorten auf Sylt.

Seit rund 20 Jahren beschäftigt sich Johannsen mit der Imkerei. Seine Völker stehen unter anderem bei Tinnum, Archsum und Keitum sowie zeitweise in der Braderuper Heide. Dort finden die Bienen eine besondere Blütenvielfalt und sammeln den Nektar der Heide – die Grundlage für den typischen Sylter Heidehonig. Die sogenannte Sommertracht entsteht dagegen aus dem, was gerade auf der Insel blüht: von Klee über Gartenblumen bis zu Heiderosen. Entsprechend vielfältig und fruchtig kann auch der Honig schmecken.

Für Johannsen bedeutet Imkerei aber weit mehr als die Gewinnung von Honig. Die Arbeit mit den Bienenvölkern lässt ihn die Natur und ihre Kreisläufe intensiver wahrnehmen. Welche Pflanzen gerade blühen, wie sich die Jahreszeiten verändern und welche Bedingungen die Bienen für ihren Flug vorfinden – all das wird im Rhythmus der Völker spürbar.

Gleichzeitig leisten die Bienen einen wichtigen Beitrag zur Pflanzenvielfalt auf der Insel. Als Bestäuber sind sie für viele Pflanzen unverzichtbar und machen damit auch die besondere Blütenwelt Sylts zu einem Teil ihrer eigenen Geschichte. Wer morgens in der Heide steht, den Bienen beim Ausschwärmen zuhört und über das Wattenmeer blickt, bekommt dabei einen ganz besonderen Einblick in das Zusammenspiel von Natur, Landschaft und traditionellem Handwerk.

Sylter Imkerei entdecken
1 zur Liste Diese Seite wurde auf deiner Merkliste gespeichertDiese Seite wurde von deiner Merkliste entfernt