Föhrer Vogelkoje

Lernen Sie die letzte Vogelkoje auf Föhr kennen, die seit über 150 Jahren regelmäßig Enten ins Netz treibt.

Magnus Pedersen betriebt seit über 30 Jahren die letzte Vogelkoje auf der friesischen Karibikinsel Föhr. Die Koje selbst ist schon über 150 Jahre alt und hat eine sehr lange Geschichte, die um 1860 ihren Ursprung hatte – damals noch unter dänischer Herrschaft. Doch was ist überhaupt eine Vogelkoje?

© Föhr Tourismus GmbH/Levke Sönksen
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Diese Koje ist ein künstlich angelegter Teich, auf dem sich die Enten nach einem anstrengenden Flug ausruhen können. Dort treffen sie dann zahme Enten, welche zu Vogelkojen einfach dazugehören, um das Vertrauen der wilden Ente zu gewinnen. Zusammen mit der Hündin von Magnus Pedersen und leckerem Futter lockt die zahme Ente die andere dann schließlich in eine der fünf Fangpfeifen, welche mit Maschendrahtzaun umgeben sind. Dabei können die Enten in diese Pfeife ohne Probleme hineinschwimmen, es ist ihnen aber unmöglich, diese wieder zu verlassen. Ab diesem Moment kommt dann der Kojenwärter Magnus Pedersen ins Spiel, welcher die Ente schnell tötet. Mithilfe seiner Hündin und der zahmen Ente, die selbstverständlich gehegt und gepflegt wird, werden so 50 bis 60 Enten pro Jahr gefangen.

Allerdings ist dieses Prozedere nur in der offiziellen Jagdsaison von Anfang September bis zum ersten Frost erlaubt und es dürfen ausschließlich die weit verbreiteten Stockenten gefangen werden.

In den letzten beiden Jahrhunderten gab es neben dieser Vogelkoje noch fünf weitere Kojen auf Föhr, zwei auf Amrum sowie vier Kojen auf Sylt.

© Ralf Meyer

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