Die ersten Bauern des Landes errichteten zwischen 3400 und 3000 v. Chr. Grabkammern aus großen Findlingsblöcken, die in langgestreckten oder, wie hier, in runden Grabhügeln lagen.

Diese als „Steenoben“ (Steinofen) bezeichnete Kammer wurde um 1800 von Steinschlägern teilweise zerstört. Dabei wurden wohl zwei Decksteine und der östliche Abschlussstein der Kammer zerlegt. Der Abschlussstein wurde mit der Grabkammer 1984 restauriert und ergänzt. Experten vermuten, dass er die Kammer rechteckig abgeschlossen hat. Durch tiefgreifende Störung im Süden der Kammer kann nicht mehr entschieden werden, ob hier ehemals ein Gang ansetzte, oder ob hier ein Wandstein stand und der Zugang unter dem abgerutschten westlichen Deckstein lag.

Die Kammer hatte, wie damals üblich, einen Bodenbelag aus geglühtem Feuerstein. Die ursprüngliche Trockenvermauerung zwischen den Findlingen ist durch Rekonstruktionen angedeutet.

Die Nachgrabung von 1984 brachte einige Scherben verzierter Gefäße der Großsteingrabkultur und ein Flintbeil von einer späteren steinzeitlichen Nachbestattung hervor. Ein Siedlungsplatz aus der Erbauungszeit ist nahe der Broklandsau bekannt, rund ein Kilometer nordöstlich der Steinkammer. Er lag damals noch am äußersten Rand einer Meeresbucht.

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Tourist Information Heide An Steenoben / Ostroher Straße
25795 Weddingstedt
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