Austern in Körben
© Carlos Arias Enciso

Delikatessen aus der Nordsee

Miesmuscheln, Austern und Co.

Wissenswertes zu Miesmuscheln


Die Miesmuscheln filtrieren die gesamte Wassermenge des Wattenmeeres innerhalb weniger Wochen, so dass sie starke Einflüsse auf die Stoffflüsse im Ökosystem Wattenmeer haben. 

Die Muschelfischerei hat Tradition und aktuell ist die Muschelfischerflotte im Wattenmeer von Schleswig-Holstein auf 8 Kutter begrenzt. Pro Jahr werden von diesem 8 Kuttern auf etwa 2000 Hektar Kulturfläche rund 5.000 Tonnen Miesmuscheln (Mytilus edulis) geerntet. Auf sogenannten „Smart Farms“ wird versucht, Muscheln mithilfe von Saatmuscheln zu gewinnen. Daher werden die Muscheln, welche am Meeresboden anhaften, nicht gefangen, sondern vom Meeresboden "abgetragen", was eher dem Ernten entspricht.

Wissenswertes zu Austern


In Schleswig-Holstein ist die Europäische Auster um 1930 wegen Überfischung ausgestorben. Vor List auf Sylt wird seit den 80er Jahren die „Sylter Royal“ kultiviert. Die pazifische Auster wird dort in Netzen auf sogenannten „Tischkulturen“ gezüchtet. So können rund zwei bis drei Millionen Austern pro Jahr den Weg zum Genießer in aller Welt finden.

Auster am Strand von Föhr
© Tanja Weinekötter

Was macht die Muscheln aus der Nordsee so besonders?

Frische Austern und Miesmuscheln aus der Nordsee sind ein Genuss. Zum Hochgenuss werden sie jedoch, wenn mit ihnen in den Küchen ordentlich umgegangen wird. Vom Fang bis auf den Teller sollte nicht so viel Zeit vergehen. Muscheln sollten bei 2-8 Grad Celsius gelagert werden. Auf das Haltbarkeitsdatum muss unbedingt geachtet werden, da die Muscheln lebendige Tiere sind.

Das besondere Aroma der Muscheln wird durch die Art der Zubereitung gefördert. So werden Miesmuscheln im traditionellen Weinsud gekocht. Austern hingegen werden mit einem Spritzer Zitrone roh gegessen. Das sind aber nur zwei von unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten. Kennen Sie das Rezept für „Föhrer Festmuscheln? Auf der Nordseeinsel werden zu besonderen Anlässen die Muscheln in einem aromatischen Weinsud gekocht und mit einem Anisschnaps verfeinert.

Ein leckeres Rezept und Videokoch-Tutorial wurde von Amrum News bei Koch Jan in der Kultkneipe „Blaue Maus“ in Wittdün auf Amrum aufgenommen. Lassen Sie sich inspirieren von der nordfriesischen Art Muscheln zuzubereiten.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Wo das Muschelessen ein echtes Erlebnis ist

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle drei der ganz besonderen Orte an der Nordsee vorstellen, wo das Muschelessen ein echtes Erlebnis ist. Natürlich gibt es noch unzählige mehr, aber hier unsere drei Muschel-Spezial-Tipps:

  • „Kolles Alter Muschelsaal“ in Büsum: hier kommen die Muscheln nicht nur auf den Tisch, sondern hängen auch an der Wand.
    Kunstvoll wurden die Wände des Büsumer Restaurants vom Malermeister Bernhard Busch Anfang des 19. Jahrhunderts mit Muscheln beklebt. Noch heute ist das Restaurant ein absoluter Hingucker und ein ganz besonderer Ort, um Muschelgerichte zu genießen.
     
  • Pfahlbaurestaurants in St. Peter-Ording: verschiedene Restaurants mit Meerblick sevieren regionale Produkte. Die Pfahlbauten haben eine über 100 jährige Geschichte und sind das Wahrzeichen am Strand von SPO.
     
  • Dragseth’s Gasthof: die Geschichte des ältesten Gasthofes in Husum geht bis ins Jahr 1565 zurück. Auf der Karte steht unter anderem die Fischsuppe von heimischen Fischen mit Muscheln und Krabben. Genau das richtige, um sich an einem Herbst- oder Wintertag in der Hafenstadt aufzuwärmen.

 

Bunte Teller mit Essen auf einem Tisch
© Geheimtipp Media

Genuss und Gastronomie an der Nordsee


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