Nordstrand im Winter

Presse 12/2018: Eindrucksvolle Nordsee-Erlebnisse sind auch im Winter auf Nordstrand garantiert

Im Winter nach Nordstrand? Klar, warum denn nicht! Es ist ein Ort der Ruhe, der Entschleunigung und für viel Zeit zu Zweit. An dieser Stelle ein offenes Wort vorweg: Nicht ganz Nordstrand hat immer auf, deshalb gilt – vorher erkundigen, Öffnungszeiten und Betriebsferien beachten. Die Nordsee im Winter aber ist eindrucksvoll; mal mit der hellen, ehrlichen Klarheit des Nordens, mal wild und stürmisch. Und mit ihrem Verbündetem, dem Wind, ist sie im Winter ein Erlebnis. Und; schauen Sie mal, was man auf Nordstrand im Winter alles finden kann…

…eine gemütliche Unterkunft und einen Ort zum Durchatmen. Manchmal kann man ganz stilecht unterm Reetdach logieren. Weitere Infos in der Urlaubsbroschüre oder unter www.nordstrand.de. Wenn das Auto über den Straßendamm rollt und Nordstrand unter dem weiten Himmel Nordfrieslands erreicht ist, dann ist der Abstand vom Alltag geschafft. Erst einmal tief Luft holen und vielleicht den Wintersturm spüren. Ihm zuhören, wie er um die Häuserecken heult. Gut, denkt man sich, dass es die Deiche gibt und die See draußen bleibt. Das war längst nicht immer so und vielleicht fragt man sich, warum es auf Nordstrand Deiche gibt. Nicht nur außen rum, sondern auch innendrin. Weil die Leute nach den mörderischen Orkanfluten vor Jahrhunderten ihre Insel Stück für Stück zurückgewannen, Koog um Koog eindeichten. Davon – und von noch mehr spannender Geschichte - berichten die sehenswerten Ausstellungen im Nordstrander Insel-Museum bei der Kurverwaltung. Und wenn man sich an der Nordsee ordentlich hat durchpusten lassen, dann sorgen die Anwendungen im Kurzentrum für Wohlgefühl – mit Massagen und Wellness-Anwendungen zum Beispiel, es warten Sauna und Badespaß. Klein, fein und familiär, gepflegte Entspannung mit dem Wesentlichen.

was am Deich. Am kommenden Morgen ist die Luft nach dem Sturm klar und frisch, der Himmel leergefegt. Und der schmale Weg führt nach Norden, nach „Oben“ also. Die Siedlung heißt wirklich so (wie es auch Süden und Westen gibt). Die Nordsee hat sich zurückgezogen und da liegt was vor dem Deich. Es ist eine spannende Suche, bei der man vielleicht Torsten Nielsen trifft, seinen Blick auf Suchmodus geschaltet. Da! Da ist doch was. „Ich sammle Strandholz. Besonders an Tagen wie diesen; wenn die See hochging, finde ich immer wieder etwas.“ Er meint die schönen Stücke; das alte Holz, von Wind und Wellen poliert und fein gemasert. Das Brett wollte er eigentlich liegen lassen. Nimm´s mit! Sagte seine Frau Gönke. Kann man doch zehn „Moin,Moin-Bretter“ draus machen. Denn Torsten Nielsen macht aus Strandholz Skulpturen: „Ich lasse dem Holz seine Form und Farbe, es soll seine Geschichte behalten“, sagt der Mechaniker, „darauf montiere ich selbst gefertigte Metallschablonen, die zum Beispiel einen Anker darstellen oder eine Möwe. Jedes Stück ist ein Unikat.“ Auch das „Moin,Moin-Brett“ ist sicher bald ein Andenken, wenn er es poliert hat und einen Gruß graviert. Seine kleine Ausstellung kann man nicht verfehlen, tatsächlich kann man – und das ist das Schöne – auf Nordstrand nichts verpassen. Auch nicht diese „Strandholz Schmiede“ da Oben.

was Schönes für Zuhause. Kunst und Handwerk haben ihren Stellenwert auf Nordstrand. So, wie Töpferei hier Tradition hat. Im Ortsteil Süden liegt die Nordstrander Töpferei von Falk Petersen. In feinem Grau-Blau bietet das Geschirr einen edlen Anblick, „…diese Keramik ist unverkennbar und weit über die Grenzen Nordfrieslands hinaus bekannt.“ sagt Petersen. „Jahrhunderte alte Kulturspuren wie beispielsweise Tontöpfe, Teller und Trinkgefäße lieferten die Idee für unsere Vielzahl an Gebrauchskeramiken.“ Die Stücke haben eine zeitlose Eleganz, etwas Bodenständiges und Authentisches. Und, so Inhaber und Töpfer Petersen, „…obwohl es traditionelle Gebrauchskeramiken sind, haben sie natürlich moderne Eigenschaften – sie sind spülmaschinenfest und für den Backofen sowie für die Mikrowelle geeignet.“ Das Geschirr steht in der kleinen, feinen Boutique, gleich dahinter wird getöpfert, bemalt und gebrannt. Verschiedene Tonmehle werden nach überliefertem und geheimem Rezept gemischt, „…das ergibt unseren ganz eigenen Ton mit der typischen Grundfarbe“, erklärt Falk Petersen. Wenn der Ton gemischt ist, geht der Töpfer an die Scheibe – Konsistenz und Zentrifugalkraft, Übung und Erfahrung lassen Vasen und Tassen in die Höhe wachsen. Dann wird bemalt, der vielleicht künstlerischste Aspekt der Töpferei. Mit Pinseln und Malbällen, natürlich ohne Schablone, tragen die Mitarbeiter den Töpferwaren Muster und Motive auf. Glasur, 1280 Grad – und eine Einheit ist entstanden. So, wie immer schon und doch ganz modern.

… was Leckeres zur Stärkung. Im Winter schmecken Eintöpfe gut. Die Köche der Nordstrander Restaurants haben diese Gerichte nie vergessen, sie aber modernisiert, und eine leckere Tradition bewahrt. Natürlich gehört im Winter der Grünkohl – und das ganz traditionell nach dem Biike-Brennen am 21. Februar 2019 - dazu; wer mag „mit allem“ (Wurst, Bauch, Kassler oder Nacken), und meist mit den köstlichen, karamellisierten Kartoffeln. Bisweilen deftig, aber immer lecker und stärkend. Und wer nicht ausgeht: Gleich bei der Ankunft auf Nordstrand, am linken Ende des Straßendammes, liegt der Hofladen der Familie Baumbach. Hier gibt es nicht nur klasse Fleisch vom Galloway-Rind und solches vom Lamm, sondern auch vorgekochte Gerichte wie Rouladen oder ein Gulasch.

eine sinnliche Erfahrung. Der Abend kommt früh. Wind fegt über den Deich, das Gras raschelt und das Meer rauscht, Wolken segeln im fahlen Dämmerlicht hastig davon und zu sehen ist ... erst einmal nicht viel. „Aber die anderen Sinne sind geschärft“, sagt Nele und führt die Gruppe über den Deich hinunter ans Meer; „... man meint bald, besser zu hören und zu riechen. Es scheint, als ob die anderen Sinne in der Nacht die Aufgaben der Augen übernehmen – die Wahrnehmung der Umgebung.“ Nele Dahme und Katharina Koch absolvieren ein freiwilliges Jahr auf Nordstrand und führen die Gäste ins Dunkle, Willkommen zur Nachtwanderung der Schutzstation Wattenmeer. „Im Winter kann man einfach mehr fühlen, man kann das Meer regelrecht spüren – die Meeresluft ist frischer“, sagt Nele. Katharina reicht ein Zweiglein herum, zur nächsten Sinneserfahrung. „Riecht einmal daran“ Was mag das sein? Manch Gast wird den Wermut vielleicht erkennen, eine Pflanze der an der Nordsee typischen Salzwiese. Die Leute lassen sich die erfrischende Seeluft um die Nase wehen – und es prickelt im Gesicht so kühl und mit schönem Gefühl. Wenn der Wind scharf weht, dann schmeckt man ganz unten am Meer vielleicht das Salz auf den Lippen. Längst suchen die Augen den Horizont ab, Lichtfinger greifen in die Nacht, „…das sind die Leuchttürme von Westerhever und Pellworm“, erklären die beiden jungen Frauen leise und reichen etwas zum Befühlen herum. Was das ist, müssen Sie selbst herausfinden. Und die Ohren? Was hören die, wenn es dunkel ist am Meer? (…stilles Wellenrauschen…den steten Wind…) „Und das ist der Ruf des Austernfischers!“ sagt Nele. Ein bisweilen schrilles Trillern, das – erschallt es plötzlich - in der ruhigen Winternacht am Meer bisweilen spukhaft wirkt, aber doch heiter.

einen „Pharisäer“. Das Heißgetränk für den Winter an der Küste, und gerade auf Nordstrand, schlechthin, ist der „Pharisäer“. Auf Nordstrand soll er einst erfunden worden sein. Das passierte im vorvergangenen Jahrhundert in der guten Stube des Bauern Johannsen, heute ist dies ein Gasthaus unterm Reetdach; der Kachelofen verströmt angenehme Wärme. Stühle, Polstersessel und Sofas, Inseln der ausgedehnten, intimen Kaffeestunde, vermitteln das Gefühl, bei guten Freunden daheim zu sitzen – es ist der „Pharisäer Hof“. „Der Pharisäer ist ein starker, süßer Kaffee mit Sahnehaube – und mit einem ordentlichen Schuss Rum“, erklärt Detlef Scheler vom Gasthof. Und die Legende geht so: „In Gegenwart des asketischen Pastors Georg Bleyer wurde kein Alkohol getrunken. Die Nordstrander hielten sich für gewöhnlich daran. Nur bei einer Taufe auf dem Hof Johannsen wollten sie das nicht und ersannen folgende List: Wenn auf dem Kaffee eine Sahnehaube ist, kann man den Rum nicht riechen.“ Pastor Bleyer blieb natürlich außen vor. Das klappte in zunehmend fröhlicher Runde, bis das passierte, was passieren musste: „Irgendwann bekam Pastor Bleyer den Kaffee mit Rum – und er rief: Oh, was seid ihr doch für Pharisäer!“ Da kommt der „Pharisäer“ also und gern mit einem Stück Friesentorte. Übrigens: Der „Pharisäer“ wird nicht umgerührt. Gemütliche Einkehr zum Beispiel auch im Café „Nordstrander Teestuv“ direkt neben der Nordstrander Töpferei, hier kann man nach dem Stöbern, gleich zur Stärkung einkehren. Eine helle, lichte Atmosphäre, viel Holz und eine hohe Decke, offene Balken, eine schöne alte Theke mit zimmerhohen Regalen dahinter. Eva Jensen serviert ein Stück Eierlikör-Torte, macht den Kaffee fertig. Und nun, wie man in Nordfriesland sagt: „Lat di Tied“ - Lass Dir Zeit...!

Informationen zu Nordstrand als Urlaubsziel: www.nordstrand.de 

Weitere Tipps für schöne Wintererlebnisse im Wattenmeer sowie Unterkunftsangebote finden sich in der Broschüre „nordsee Winterfrische“ sowie auf www.nordseetourismus.de/winterangebote. Die „nordsee Winterfrische“ ist über die Internetseite www.nordseetourismus.de oder die Nordsee-Tourismus-Service GmbH telefonisch unter der Tel: 04841-89750 kostenfrei bestellbar.

 

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Nordstrand im Winter © Ruth Hartwig-Kruse

Nordstrand im Schnee © Ruth Hartwig-Kruse

Sonnenuntergang über dem Winterwatt auf Nordstrand © Ruth Hartwig-Kruse

Torsten Nielsen mit einer Strandholzskulptur © www.nordseetourismus.de

Katharina und Nele von der Schutzstation Wattenmeer auf Nordstrand © www.nordseetourismus.de