Der Leuchtturm List-Ost am Sylter Ellenbogen, © NTS© NTS

Kurz bevor meine Zeit hier an der Nordsee und beim Nordsee-Tourismus-Service vorbei ist, da es mich beruflich wie privat wieder Richtung Süden zieht, wollte ich unbedingt noch den Sylter Ellenbogen besuchen.

 

Ich war viele Male auf Sylt, auch mehrfach in List, allerdings immer mit dem Bus und zu Fuß unterwegs, daher hat es nie bis dorthin gereicht. Vor allem auf Instagram sah ich oft Fotos vom Leuchtturm List-West, der nicht gestreift, sondern überwiegend weiß ist mit rotem Dach. Und genau davon wollte ich nun auch eigene Bilder haben.

Da die Wettervorhersage gut aussah, machte ich mich also am Samstag mit der Bahn auf nach Westerland. Die Route, die ich mir ausgesucht hatte, ging von Westerland durch Wenningstedt und Kampen, vorbei am Lister Hafen, von dort aus zum Ellenbogen und wieder zurück nach Westerland. Das waren gut 50 Kilometer und da ich einen entspannten Ausflug einer anstrengenden Fahrradtour vorzog, entschied ich mich kurzerhand dazu, in Westerland ein E-Bike zu mieten. 

Vom Zug aus sah das Wetter super aus, natürlich war ich dennoch mit Regenjacke und im Zwiebellook unterwegs. So richtig einschätzen konnte ich das Wetter hier im Norden schließlich nie.

Und mit meinen Bedenken sollte ich Recht behalten, denn kurz nachdem ich losfuhr, zog ein Schauer über die Insel und mitten auf der Strecke wurde ich erstmal nass, bis ich Schutz in einer Bushaltestelle fand. Genau so schnell wie die Wolken kamen waren sie anschließend aber auch wieder weg. So ging es frohen Mutes weiter, in der Hoffnung, dass ich die 30% Regenwahrscheinlichkeit, die meine Wetter-App anzeigte, damit hinter mir hatte.

Ich gelangte auf einen Fahrradweg, der mich direkt am Kampener Leuchtturm vorbei, durch die Dünenlandschaft und auch zum Quermarkenfeuer Rotes Kliff führte. Hin und wieder musste ich deshalb für ein paar Fotos anhalten, die ich mir nicht entgehen lassen konnte, obwohl es sich nicht um mein eigentliches Ziel handelte.

In List angekommen, kaufte ich mir ein Krabbenbrötchen, das ich in den Fahrradkorb packte und erst später mit bestem Meerblick am Ellenbogen genoss. Auf dem Weg dorthin spürte ich bei jedem Tritt die Vorteile des E-Bikes und ließ viele andere Radfahrer hinter mir, da es dort oben ziemlich windig war und sich deutlich bemerkbar machte, wie viel schwerer sie sich damit taten.

Selbstverständlich wurde dann auch mein gesuchtes Fotomotiv – der Leuchtturm List-West – ausgiebig fotografiert und da es so schön war, machte ich mich auch noch weiter auf zum Leuchtturm List-Ost und bis zum Ende des Weges. Mein Handy zeigte mir mittlerweile dänisches Netz an, was beim Blick auf die Karte nicht weiter verwunderlich ist. Besonders toll fand ich die Stille dort an der Spitze des Ellenbogens und das obwohl es viele weitere Besucher an diesem Tag dorthin zog. Unter anderem auch ein Hochzeitspaar, das in dieser wundervollen Kulisse sein Fotoshooting abhielt. Durchaus verständlich, denn auch mir gefiel der Strand besonders gut. Nach kurzem Verweilen wollte ich dann aber wieder los und fuhr auf direktem Weg zurück nach Westerland. Die Fotomotive hatte ich schließlich auf dem Hinweg bereits abgeklappert.

Angekommen in Westerland, gab ich das Fahrrad wieder ab und schlenderte zu Fuß die Einkaufsstraßen entlang. Ich war auf der Suche nach einer weiteren Instagram-Entdeckung, einem neuen Waffelladen, bei dem es Balloon-Waffeln mit allen erdenklichen Toppings gab. In einer Seitenstraße fand ich den Laden schließlich und belohnte mich zum Abschluss des Tages mit einer sehr leckeren Waffel. Etwas wehmütig setzte ich mich später in den Zug, denn so schnell würde ich wohl nicht wieder nach Sylt kommen. Gleichzeitig freute ich mich aber riesig, endlich am Ellenbogen gewesen zu sein.

Unterkünfte Sylt


© Jana Ebert

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