Mit dem Bulli an der Nordsee, © Katestedlife© Katestedlife

Bis vor kurzem habe ich noch gedacht, dass ich für ein Urlaubs-Abenteuer den großen Teich überqueren muss. Heute weiß ich, dass man dies auch quasi vor der Haustür erleben kann. Wir sind absolute Individual-Urlauber, keine Bettenhochburgen, kein „all-inklusiv" und am liebsten den ganzen Tag draußen in der Natur. Seit 5 Monaten sind wir nun stolze Hundebesitzer und lieben unseren kleinen gepunkteten Freund Nero. Dann die erste Herausforderung: „Urlaub mit Hund“ - Wie, Wann, Wo? Das erste Mal Urlaub im eigenen Land? Dann kam die Erleuchtung: Wie schön kann bitte Deutschland sein?

Alles Begann mit einer Tourenberatung bei Ahoi Bullis. Unser Zuhause für eine Woche Nordsee-Urlaub sollte kein geringeres sein als ein top ausgestatteter VW Bulli. Individuell, also genau nach unserem Geschmack. Unsere Route legten wir schnell fest. Uns zog es nach Rømø, Sylt, Dithmarschen, Hodorf und St. Peter Ording. Voller Vorfreude verstauten wir unsere sieben Sachen in unserem Bulli und merkten schnell: das Auto ist ein echtes Raumwunder. An dieser Stelle der erste Tipp für alle Bulli-Reisenden: Organisiert euch gut in Taschen und Schränken, damit ihr nicht lange nach euren Dingen suchen müsst. Kleidung nimmt viel Platz weg. Wir haben gemerkt, dass wir nur selten ausgefallenes getragen haben. Basics, die man mit allem kombinieren kann, ein dicker Pulli und eine Jacke sind ausreichend. Auf vielen Campingplätzen gibt es Waschmaschinen und Trockner (wie z.B. auf dem Campingplatz Hörnum „Camping in den Dünen").

Mit ausreichend Reiseproviant und guter Laune im Gepäck kamen wir am Sonntagabend auf dem Campingplatz Lakolk an. Nach einer kleinen Joggingrunde am Montagmorgen, mit unserem Hund am Strand, zog es uns auch schon weiter. Unsere Fährüberfahrt nach Sylt (80 Euro mit Auto, Hin- und Rückfahrt) verging schnell und verlief wirklich ohne Probleme. Hunde sind dort willkommen und können angeleint mit an Deck genommen werden.

Ein entspannte Anfahrt mit der Autofähre, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Das Strandleben am Strand von Lakolk genießen, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Den Sommer an der Nordsee genießen, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Ist da noch ein Plätzchen frei im Strandkorb?, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Den Blick auf die Weite der Nordsee am Strand von Sylt genießen. Nicht nur für Frauchen ein Traum., © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Toller Ausflugtipp - der Hörumer Leuchtturm, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Blick auf den Campingplatz in den Dünen auf Sylt, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Backfisch am Hörnumer Hafen, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife

Sylt empfing uns mit Sonnenschein. Von List aus fuhren wir 17 km nach Hörnum. Auf dem Campingplatz „Camping in den Dünen“ angekommen, erwartete uns ein schönes Plätzchen hinter der Düne. Ich habe mich wirklich wohl gefühlt. Ein besonderes Augenmerk bei unserer Rast habe ich immer auf die Sanitäranlagen gelegt. Ich kann an dieser Stelle allen Neu-Campern die Angst vor Gruppenduschen nehmen. Es gab immer eine saubere, abschließbare Dusche inklusive Waschbecken. Man konnte sich also in aller Ruhe frisch machen.

Der Strand von Hörnum war wirklich traumhaft schön. Dünen, hohe Wellen und eine frische Brise um die Nase. Nero haben wir an der Schleppleine mit an den Strand genommen. Auf Sylt hat er dann auch seine Scheu vor dem Wasser überwunden und hat sich einige Schritte hinein gewagt. Es war so schön, ihn so ausgelassen und glücklich toben zu sehen. Die Zeit auf Sylt war eines meiner persönlichen Highlights. Backfisch am Hafen, Spaziergänge zwischen den Dünen und Abende im Sonnenuntergang vor unserem Bulli. Generell würde ich empfehlen mindesten 2-3 Tage auf einem Platz stehen zu bleiben, um auch zwischen den Fahrten ein wenig zu entspannen und das Gefühl zu haben anzukommen.

Nach zwei Tagen ging es für uns wieder zurück. Mit der Fähre nach Dänemark und weiter nach Dithmarschen. Dort erwartete uns ein besonderes Ereignis. Zum Glück konnte Nero bereits auf Sylt seine Scheu vor Wasser ein wenig ablegen. Für uns ging es auf eine besondere Wattwanderung, denn hier kam jeder mit seinem Hund. Nach zwei Stunden wussten wir vieles über Wattwürmer, Krebse und das riesige beindruckende Naturschutzgebiet Dithmarschens. Wusstest ihr, wie man das Geschlecht der Krebse erkennt? Männchen tragen auf der Unterseite ein Zeichen, ähnlich eines Leuchtturmes und Weibchen das eines Bienenstocks. Aufgrund der Vögel im Watt laufen die Hunde an der Leine und entdecken gemeinsam mit ihren Herrchen die Gegebenheiten.

Glücklich und müde erreichten wir nach einer Stunde Fahrt unsere nächste Station: das Fährhaus Hodorf. Eine wahre Oase der Ruhe. Zwischen Deichen, Schafen und Kühen parkten wir unseren Bulli neben dem eigens angelegten Schwimmteich. Am nächsten Morgen vernahm ich nur das Geräusch des Windes in den Gräsern. Ausgeschlafen und erholt krabbelte ich aus unserem Bulli und sah, dass uns der aufgeschlossene Klaus, der Betreiber des Hofes, bereits Brötchen auf unseren Tisch vor dem Bus gelegt hat. Was für ein Service! Nach dem Frühstück in der Sonne ging es zu unserer letzten Station - St. Peter Ording.

Eine Wattwanderung speziell für Hunde ist etwas ganz besonderes, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Der Wattführer erklärt die Anatomie des Krebes, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Blick auf den Schwimmteich des Campinplatzes, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Der kleine familiäre Stellplatz Fährhaus Hodorf, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Einen Strandtag in St. Peter-Ording, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Frühstück mit Nero im Ahoi Bulli genießen, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife
Die Bullis von Ahoi Bulli haben ein tolle Camping Ausstattung  - alles was das Camper-Herz begehrt, © KatestedlifeGalerie öffnen© Katestedlife

Weite Strandabschnitte, Sonne und das Highlight: mit dem Auto an den Strand. Wir ließen den Tag mit einem Kaffee in der Sonne und einem kurzen Bad im Meer ausklingen. Der Campingplatz „Camping Olsdorf“ war etwas größer als andere, die wir vorher besuchten. Hier konnten wir auch viele Langzeitcamper entdecken. Ein sehr organisierter und gut besuchter Campingplatz. Während unserer Reise haben wir die unterschiedlichsten Stellplätze gesehen, von sehr privat bis hin zu sehr groß. Jeder Platz hat, auch aufgrund seiner Lage, seinen ganz eigenen Charme. Auch wenn uns das Wildcampen auf unserer Bucketlist als Vergleich noch fehlt, kann ich sagen, dass mir die kleinen privateren Plätze ein wenig besser gefielen.

Doch das wahre Abenteuer am Bulli-Urlaub ist die Flexibilität und die Vielfalt. Mit der richtigen Organisation und Vorbereitung ist ein Urlaub mit Hund an der Nordsee ein tolles Abenteuer  - Nicht nur eine Alternative zum Urlaub im Süden sondern verdient ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Ahoi Bulli parkt am Strand von St. Peter-Ording, © Oliver Raatz© Oliver RaatzMehr über Ahoi Bullis

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Mit dem Bulli an die Nordsee

Spaziergang mit dem Hund am Strand von St. Peter-Ording, © Foto Oliver Franke© Foto Oliver FrankeTipps Urlaub mit Hund

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Mit dem Campingvan unterwegs an der Nordsee, © Jan-Christoph Schultchen© Jan-Christoph SchultchenCamping am Meer

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Infos und weitere Artikel des Autors

Katharina Schramm, © KatestedlifeKatestedlife

Katharina Schramm begann vor zwei Jahren zu bloggen. Sie merkte schnell, wie sie ihre Leser mit ihren Geschichten motivierte, das eigene Leben neu zu gestalten. Seit neustem ist sie mit ihrem Hund an der Nordsee unterwegs.

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